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(Natural´S Cosmic Black Bear)


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Dienstag, 1. Oktober 2013

Zwischenstand "Tier- und Freizeitpark" - Wölfe und Bären

Hallo, mein Frauchen meldet sich mal zu Wort.  Es geht um unseren Beitrag "Tierpark" und den von uns als zu klein empfundenen Gehegen für die Wölfe und Bären im Tier- und Freizeitpark Klotten (Cochem/Mosel).

Nun ja, zwischenzeitlich hat die Freundin vom Frauchen mit einem sehr bekannten Tierrechtler in Deutschland Kontakt aufgenommen, weil die NABU uns ja an das Veterinäramt weitergeleitet hat. Unser Mail wurde "als gelesen" gekennzeichnet, aber gehört haben wir bisher noch nichts.

Dafür hat aber der Herr D. geantwortet (vielen, vielen Dank!) und das sehr ausführlich.
Ich zitiere hier ein paar Zeilen aus seiner Antwort-Mail:

Platzbedarf: „Wölfe, Afrikanische Wildhunde:
100 qm / Paar, für jedes weitere gehaltene Tier 10 qm mehr.


Platzbedarf für Bären (von der Bärenart abhängig).
Zum Beispiel für Braunbär, Kragenbär und ähnliche: 150 qm / Paar, für jedes weitere Tier 20 qm mehr, Stallgröße 6 qm / Tier."


Das bedeuted, selbst wenn ein Zaunelement nur 2 Meter lang wäre, entspräche das bei 10 Elementen auf jeder Seite einer Fläche von 400 qm. Bei 8 Wölfen würden nach dem staatlichen Gutachten sogar 160 qm, also weniger als die Hälfte ausreichen, um die flächenmäßigen Mindestanforderungen zu erfüllen.

Die „gesetzlichen Mindestanforderungen“ im Tierschutz und speziell bei der Wildtierhaltung weichen von den Vorstellungen und Wünschen der Tierschützer erheblich ab. Das wissen wir und so wird es hier auch immer wieder Konflikte geben.

Hier ist die Politik gefordert, entsprechend genauere, schärfere und tierfreundliche Vorgaben zu erlassen, damit solche Haltungen bald der Vergangenheit angehören.

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Tja ... traurig!  Das bedeuted also, dass diese Tiere genug Platz zur Verfügung haben und somit wird sich wohl auch nichts ändern ... aber wir haben uns dazu entschlossen, trotzdem Anzeige zu erstatten ... denn wenn man gar nichts tut, wird sich auch nichts ändern!

Es gibt sicherlich noch viel schlimmere Fälle, bei denen es den Tieren richtig schlecht geht. Viele Organisationen kämpfen für ein besseres Leben dieser Tiere, aber solange sich die POLITIK nicht bewegt ... wird wohl keine Änderung in Sicht sein und als Einzelkämpfer hat man meistens keine Chance!

Ein Leben in Gefangenschaft hat kein Tier verdient - wir boykottieren jedenfalls zukünftig solche Freizeitparks, wo der "natürliche Bedarf eines Tieres" dem "Vergnügen" zum Opfer fällt!

Traurige Grüße vom Frauchen!

Pfötchen, Euer Charly





Kommentare:

  1. Ich bin immer wieder entsetzt über eure Tierhaltungsverordnung...
    In Österreich steht einem Paar Braunbären mindestens 300qm zu und einem Paar Wölfe ganze 800qm, jeweils plus 10% für jedes weitere Tier. Natürlich kann Tierhaltung - besonders bei Wildtieren - niemals perfekt sein, aber Deutschland hätte dringend Verbesserungsbedarf. Ich finde es trotzdem toll, dass ihr euch dafür eingesetzt habt!

    Liebe Grüße, Elli

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  2. Ohje, das tut mir leid, vor allem auch für die Tiere. Trotzdem finde ich es gut, dass ihr weiterkämpfen möchtet und wer weiß vielleicht ändert sich ja doch noch was!

    Liebste Grüße

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  3. Das ist echt traurig, lieber Charly! Schön ist, dass Ihr nicht aufgebt und weiter dafür kämpft! Wir drücken Euch die Pfoten!
    Liebe Grüße
    Euer Arno

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  4. Tja, wie Du schon schreibst. Am besten, man geht nicht hin, dann machen solche Haltungsformen auch keinen Sinn mehr für die Betreiber. Ganz besonders in diesem Fall, wenn die Gehege vor den Umbaumaßnahmen für die Tiere größer waren. Ist ja unglaublich...

    Toller Einsatz!

    LG Andrea und Linda

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